Alle Artikel

Warum ZFA-Stellen so schwer zu besetzen sind, und was Ihre Praxis wirklich verändern kann

Warum ZFA-Stellen so schwer zu besetzen sind, und was Ihre Praxis wirklich verändern kann

Die Bundesagentur für Arbeit führt Zahnmedizinische Fachangestellte im aktuellen Ranking der Engpassberufe auf Platz eins, noch vor allen anderen Berufen in Deutschland. Wer aktuell eine offene ZFA-Stelle hat, konkurriert also nicht nur mit der Praxis nebenan, sondern mit einem strukturellen Problem des gesamten Berufsbilds.

Die gute Nachricht: nicht jeder Teil dieses Problems liegt außerhalb Ihrer Kontrolle.

Das Problem mit der fehlenden Perspektive

ZFA ist einer der wenigen Ausbildungsberufe, in dem es nach der Ausbildung kaum klassische Aufstiegsstufen gibt. Wer nicht extra eine Weiterbildung zur Praxismanagerin oder zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin macht, bleibt strukturell ZFA, ohne Titel, Rolle oder Gehaltssprung, die wachsende Erfahrung sichtbar machen. Das schwächt nicht nur die Motivation, sich langfristig zu binden, es schwächt auch die Verhandlungsposition der Mitarbeitenden selbst: Ohne Aufstiegsperspektive fehlt der natürliche Anlass für Gehaltsgespräche.

Praxen, die eigene, sichtbare Entwicklungspfade anbieten, etwa eine klare Zusage zur Weiterbildung nach einer bestimmten Zeit oder mehr Verantwortung in der Praxisorganisation, schaffen genau das, was im Berufsbild sonst strukturell fehlt.

Flexibilität ist längst die Norm, nicht die Ausnahme

Mehr als die Hälfte aller ZFA arbeitet laut Branchenberichten bereits in Teilzeit. Das ist kein Nischenwunsch, sondern der Alltag der meisten Praxisteams. Praxen, die das aktiv unterstützen, verlässliche Teilzeitmodelle, ein echtes Angebot zur Rückkehr nach der Elternzeit, planbare statt spontane Überstunden, positionieren sich damit als Ausnahme in einem Berufsfeld, in dem starre Arbeitszeiten und Präsenzpflicht vielerorts noch die Regel sind.

Was die große Arbeitgeberforschung bestätigt

Die Randstad Employer Brand Research, eine der größten wiederkehrenden Studien zur Arbeitgeberattraktivität, listet unter ihren zehn wichtigsten Faktoren explizit faire Vergütung, Karriereentwicklung und Weiterbildung sowie Flexibilität und Work-Life-Balance. Genau die drei Hebel, die im ZFA-Berufsbild strukturell am schwächsten ausgeprägt sind, sind also gleichzeitig die, an denen sich einzelne Praxen am deutlichsten von anderen abheben können.

Was das für Ihre Praxis bedeutet

Sie können die Ausbildungsstruktur des Berufs nicht ändern. Aber Sie können in Ihrer eigenen Praxis genau die drei Punkte adressieren, die sonst fehlen: eine echte Perspektive, echte Flexibilität, eine faire, transparente Bezahlung. Und genauso wichtig: Dieses Angebot muss auch sichtbar sein, bevor sich überhaupt jemand bewirbt. Wie das mit Branding, Sichtbarkeit, Website und Social Media zusammenhängt, haben wir in unserem Artikel zur doppelten Wirkung Ihres Marketings beschrieben.

Quellen

Kostenlose Erstberatung

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Viele KFO-Praxen stehen vor denselben Herausforderungen. In einem kurzen, kostenlosen Gespräch schauen wir gemeinsam, wo für Sie der größte Hebel liegt.

Kostenloses Gespräch buchen