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Social Media für KFO-Praxen: Mit welchem Ziel?

Social Media für KFO-Praxen: Mit welchem Ziel?

Eine Frage, die im Alltag einer KFO-Praxis selten Zeit bekommt, obwohl sie viel ausmacht: Warum machen wir das eigentlich?

Praxen starten auf Instagram, weil Kolleginnen und Kollegen dort aktiv sind, weil Patienten danach fragen oder weil das Thema auf einem Kongress aufgegriffen wurde. Das sind nachvollziehbare Gründe. Aber sie ersetzen noch kein Ziel.

Eine Frage, bevor der erste Post entsteht

„Um gefunden zu werden" ist die häufigste Antwort auf die Frage nach dem Warum. Ein guter Anfang, aber noch zu offen. Gefunden werden von wem? Mit welchem Inhalt? Auf welchem Kanal?

Hinter diesen Fragen liegt der eigentliche Kern einer Content-Strategie. Praxen, die auf Social Media wirklich etwas erreichen, haben sich drei Fragen gestellt, bevor sie angefangen haben zu posten:

  • WER soll die Inhalte sehen?
  • WANN sind diese Menschen aktiv?
  • WAS sollen sie sehen, und was sollen sie danach tun?

Zwei Ziele, die in der Praxis zählen

Das Warum lässt sich in den meisten Fällen auf zwei Ziele herunterbrechen: Patientengewinnung und Employer Branding. Beides funktioniert, aber beides verlangt eine andere Herangehensweise.

Patientengewinnung

KFO-Behandlungen sind keine Spontanentscheidungen. Eltern, die für ihr Kind eine Behandlung in Betracht ziehen, informieren sich oft über Wochen oder Monate. Sie googeln, schauen sich Praxen auf Instagram an, lesen Bewertungen, bevor sie überhaupt den ersten Termin anfragen.

Diese Informationsphase lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: Am Anfang wollen Menschen verstehen, was überhaupt auf sie zukommt. Später wollen sie entscheiden, welche Praxis die richtige ist. Content, der beide Phasen bedient, funktioniert anders.

Frühe Phase: Allgemeine Aufklärung schafft Vertrauen, bevor jemand überhaupt konkret sucht. Inhalte wie „Ab wann macht eine kieferorthopädische Untersuchung Sinn?" oder „Was ist der Unterschied zwischen fester und loser Spange?" beantworten echte Fragen, die Eltern stellen.

Späte Phase: Wer eine Praxis in der engeren Auswahl hat, will ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, dort Patient zu sein. Einblicke in den Ablauf der ersten Untersuchung, Vorher-Nachher-Ergebnisse oder Stimmen von Patienten helfen hier mehr als allgemeine Fachinhalte.

Welcher Kanal? Für die meisten KFO-Praxen ist Instagram der sinnvolle Startpunkt, weil Eltern von Kindern und Jugendlichen dort aktiv sind. Geht es zusätzlich darum, jüngere Patienten direkt anzusprechen, lohnt sich ein Blick auf TikTok, besonders für Inhalte rund um Alignerbehandlungen oder das Leben mit fester Spange.

Woran lässt sich Erfolg messen? Profil-Aufrufe und die Entwicklung der Follower-Zahl zeigen, ob Reichweite aufgebaut wird. Konkret messbar wird es, wenn Patienten beim Erstkontakt angeben, die Praxis über Instagram gefunden zu haben. Wer diesen Kanal aktiv im Aufnahmeprozess abfragt, bekommt ein reales Bild davon, was Social Media tatsächlich bringt.

Employer Branding

Ein zweites Ziel, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: Fachkräftegewinnung. ZFAs, Azubis, erfahrene Abrechnungskräfte, der Arbeitsmarkt ist anspruchsvoll. Praxen, die auf Social Media als moderner und menschlicher Arbeitgeber wahrgenommen werden, haben im Recruiting einen spürbaren Vorteil.

Die Zielgruppe ist hier eine andere: nicht Eltern auf der Suche nach einer KFO-Praxis, sondern Berufseinsteiger oder Fachkräfte, die sich ein Bild davon machen wollen, wie es ist, in dieser Praxis zu arbeiten. Der Content unterscheidet sich entsprechend. Weniger Fachthemen, mehr Einblicke ins Team, in den Praxisalltag, in die Kultur.

Konkrete Formate, die funktionieren: Ein kurzes Video, in dem eine ZFA zeigt, wie ihr Arbeitstag aussieht. Ein Reel rund um ein Teamevent oder eine gemeinsame Fortbildung. Ein Post, der erklärt, was die Praxis Auszubildenden bietet. Das klingt simpel, wirkt aber, weil die meisten Praxen es nicht tun.

Für Employer-Branding-Content eignet sich Instagram gut, weil viele Berufseinsteiger dort aktiv sind. LinkedIn lohnt sich ergänzend, wenn erfahrene Fachkräfte gezielt angesprochen werden sollen.

Wer beide Ziele parallel verfolgt, sollte sie inhaltlich klar trennen, sonst verliert der Kanal an Profil.

Strategie vor Content-Planung

Sobald das Ziel und die Zielgruppe klar sind, lassen sich die weiteren Fragen sinnvoll beantworten: Welche Themen sind relevant? Welches Format passt?

Eine kurze Orientierung dazu: Reels erreichen in der Regel die größte Reichweite, weil die Plattform sie bevorzugt ausspielt. Carousels eignen sich gut für erklärende Inhalte, weil sie mehr Tiefe erlauben und länger gespeichert werden. Stories sind weniger für Reichweite gedacht, dafür gut für Nähe und regelmäßige Präsenz.

Wie viel Aufwand ist realistisch? Ein durchdachter Post pro Woche, der echte Fragen beantwortet oder einen authentischen Einblick gibt, bringt mehr als täglich unausgegorener Content. Der Aufwand sollte zum Team passen, sonst hält es niemand durch.

Eine Content-Planung ohne diese Grundlage macht die Arbeit aufwändiger als nötig und die Ergebnisse schwerer einzuschätzen.

Der sinnvolle Einstieg

Wenn du überlegst, ob eure Praxis auf Social Media strategischer aufgestellt werden könnte, ist die Frage nach dem Warum der richtige Ausgangspunkt. Oft steckt darin bereits die Antwort auf vieles, was danach kommt.

Wir begleiten KFO-Praxen dabei, diese Grundlage zu erarbeiten, von der Zieldefinition bis zur konkreten Content-Strategie. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo eure Praxis gerade steht und was der sinnvolle nächste Schritt wäre.

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