[{"data":1,"prerenderedAt":35},["ShallowReactive",2],{"$fJYQHbsc2yzT3Ocg53c1tcy0ozQAzIH6ejGC5ccloIl0":3},{"title":4,"description":5,"date":6,"slug":7,"tags":8,"cta":10,"html":13,"relatedArticles":14,"relatedProjects":34},"GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Was sich für Zahnarzt-, KFO- und MKG-Praxen ab 2027 ändert","Weniger Festzuschuss beim Zahnersatz, ein Deckel auf die Punktwerte, neue Regeln in der KFO. Was das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz für Ihre Praxis bedeutet und was Sie bis zum Jahresende tun können, in Ruhe erklärt.","2026-10-16","gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz-zahnarztpraxis",[9],"Abrechnung",{"title":11,"text":12},"Was bedeutet das Gesetz für Ihre Praxis?","Ob Eigenanteile verständlich erklären, Leistungsseiten schärfen oder das Team stärken: In einem kurzen, kostenlosen Gespräch schauen wir, wo Sie 2027 am meisten bewegen können.","\u003Ch1>GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Was sich für Zahnarzt-, KFO- und MKG-Praxen ab 2027 ändert\u003C\u002Fh1>\n\u003Cp>Ein Patient hat im Oktober einen Heil- und Kostenplan für eine Brücke bekommen. Er würde gern erst nach Weihnachten anfangen. An der Rezeption fragt er: „Macht das eigentlich einen Unterschied?“\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dieses Jahr schon. Und das ist nur eine von mehreren Fragen, die das neue Gesetz mit dem sperrigen Namen aufwirft. Hier die wichtigsten Antworten, ohne Paragrafen und ohne Panik.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cem>Stand: Oktober 2026. Einige Details werden erst in den nächsten Monaten festgelegt. Wir sagen dazu, wo das der Fall ist.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Worum es geht\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Den gesetzlichen Krankenkassen fehlt Geld. Gleichzeitig sollen die Beiträge nicht weiter steigen. Deshalb spart das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in fast allen Bereichen, auch in der Zahnmedizin. Es wurde im Juli 2026 beschlossen und ist seit dem 30. Juli in Kraft. Die meisten Änderungen für Zahnarztpraxen greifen aber erst ab Januar 2027.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein Hinweis noch: Im Frühjahr kursierte ein Entwurf, der an einigen Stellen deutlich härter war, vor allem bei der Kieferorthopädie. Wenn Sie damals etwas gelesen haben, lohnt sich ein zweiter Blick. Wir beziehen uns hier auf das, was tatsächlich beschlossen wurde.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was sich ändert\u003C\u002Fh2>\n\u003Ch3>Budgetierung 2027: Das Kassenhonorar wächst langsamer\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Die Punktwerte und die Gesamtvergütung für vertragszahnärztliche Leistungen ohne Zahnersatz dürfen künftig jedes Jahr höchstens um die Grundlohnsumme steigen, also um die Veränderungsrate nach § 71 SGB V. Das gilt für alle Kassenleistungen außer Zahnersatz, auch für die Parodontitistherapie. Betroffen sind allgemeinzahnärztliche Praxen genauso wie KFO- und MKG-Praxen. Dieser Deckel gilt dauerhaft.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für 2027, 2028 und 2029 wird er noch einmal enger: Die Veränderungsrate wird jeweils um einen Prozentpunkt gekürzt. Für 2027 hat das BMG sie mit 3,42 Prozent bekanntgegeben, der Abschlag ist schon eingerechnet.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ausgenommen sind einige Leistungen, die der Gesetzgeber besonders schützen will: IP und FU, Prävention und Zuschläge für die aufsuchende Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung sowie die PAR-Behandlung bei Versicherten mit Pflegegrad oder in der Eingliederungshilfe.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Festzuschuss Zahnersatz 2027: Die Kasse zahlt weniger\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Ab Januar 2027 sinken die befundbezogenen Festzuschüsse um zehn Prozentpunkte. Sie landen damit wieder dort, wo sie bis Ende 2020 lagen:\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>ohne Bonus:\u003C\u002Fstrong> 50 statt 60 Prozent der Regelversorgung\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Bonus nach fünf Jahren:\u003C\u002Fstrong> 60 statt 70 Prozent\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Bonus nach zehn Jahren:\u003C\u002Fstrong> 65 statt 75 Prozent\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Eine fehlende Vorsorgeuntersuchung im Corona-Jahr 2020 bleibt für den Bonus weiterhin unschädlich. Und über die Härtefallregelung übernimmt die Kasse die Regelversorgung auch künftig vollständig.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für den Jahreswechsel ist ein Wort wichtig: \u003Cstrong>bewilligt\u003C\u002Fstrong>. Für alle Festzuschüsse, die die Kasse vor dem 1. Januar 2027 bewilligt hat, gelten die alten Prozentsätze. Wann Sie den HKP erstellt haben, spielt keine Rolle.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für Ihre Praxis ändert sich beim Zahnersatz am Honorar nichts. Der Punktwert-Deckel gilt hier nicht. Auch an BEMA, BEL und GOZ ändert das Gesetz nichts. Es ändert sich nur, wer wie viel zahlt: Die Kasse übernimmt weniger, der Patient mehr. Auch der Patient mit dem lückenlosen Bonusheft.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Kieferorthopädie: neue Regeln, aber mit langer Übergangszeit\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Qualifikationsvorbehalt.\u003C\u002Fstrong> Der Regierungsentwurf sah einen reinen Fachzahnarztvorbehalt vor. Beschlossen wurde eine mildere Version: KFO zulasten der GKV dürfen auch Vertragszahnärzte erbringen, die einen gleichwertigen Abschluss oder ausreichende praktische Erfahrung in der Kieferorthopädie haben. Was als „gleichwertig“ und „ausreichend“ gilt, legen KZBV und GKV-Spitzenverband im Bundesmantelvertrag fest, laut Gesetz bis spätestens 1. Januar 2027. Die BZÄK kann dazu Stellung nehmen. \u003Cstrong>Das steht noch aus.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Übergangszeit und Bestandsschutz.\u003C\u002Fstrong> Alle Behandlungen, die bis zum 29. Juli 2030 beginnen, laufen nach der bisherigen Rechtslage. Das sind knapp vier Jahre. Wer vor dem 29. Juli 2026 einen M.Sc. Kieferorthopädie abgeschlossen oder das Studium aufgenommen hat, genießt dauerhaft Bestandsschutz. Der Nachweis geht an die KZV.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Vier Leistungskomplexe.\u003C\u002Fstrong> Bis zum 30. Juni 2028 werden die KFO-Leistungen im BEMA zu vier Leistungskomplexen zusammengefasst: Frühbehandlung vor der zweiten Phase des Zahnwechsels, übrige Behandlungen unter 18 Jahren, Behandlungen ab 18 Jahren und die Feststellung des Behandlungsbedarfs. Jeder Komplex bekommt eine Gesamtpunktzahl, unabhängig von der Behandlungsdauer. Die Details regelt der Bundesmantelvertrag, sie sind noch offen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Überprüfung der KIG-Einstufung.\u003C\u002Fstrong> Außerdem überprüft der G-BA bis Ende 2027 die KFO-Richtlinien, insbesondere die KIG und den Behandlungsbedarfsgrad. Bis dahin soll er auch eine Indikationsliste für FRS und OPG beschließen. Ob sich an der Einstufung etwas ändert, weiß heute niemand.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>MKG: die zahnärztliche Seite\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Was MKG-Praxen über die KZV abrechnen, fällt genauso unter den Punktwert-Deckel, mit Ausnahme des Zahnersatzes. Die kombinierte kieferchirurgisch-kieferorthopädische Behandlung schwerer Kieferanomalien bleibt auch bei Erwachsenen GKV-Leistung. Für die ärztliche Seite, die über die KV läuft, gibt es eigene Änderungen. Die lassen wir hier weg.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>ePA: Befüllung ohne eigene Vergütung\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Ab Januar 2027 entfällt die Vergütung für die Erst- und Folgebefüllung der ePA (BEMA ePA1 und ePA2). Befüllt werden muss sie trotzdem. Das gilt künftig als Teil der regulären Dokumentation.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Personal: Minijobs und hohe Gehälter werden teurer\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Das trifft Praxen in einer Zeit, in der Personal ohnehin fehlt. Zahnmedizinische Fachangestellte sind laut Bundesagentur für Arbeit der \u003Ca href=\"\u002Fblog\u002Fzfa-mitarbeitergewinnung-engpassberuf\">Engpassberuf Nummer eins\u003C\u002Fa> in Deutschland.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Minijobs.\u003C\u002Fstrong> Für Minijobber, die gesetzlich versichert sind, zahlen Sie ab 2027 mehr Krankenversicherung: statt pauschal 13 Prozent den allgemeinen Beitragssatz plus den durchschnittlichen Zusatzbeitrag. Wie viel das genau ist, hängt vom Zusatzbeitrag für 2027 ab.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Hohe Gehälter.\u003C\u002Fstrong> Die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV steigt 2027 zusätzlich zur regulären Anpassung um 300 Euro im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze steigt im selben Umfang. Bei gut verdienenden Mitarbeitenden, etwa angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzten, zahlen Sie dadurch auch einen etwas höheren Arbeitgeberanteil.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was das für Ihre Praxis bedeutet\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Kurz gesagt: Ihre Einnahmen von der Kasse haben jetzt eine feste Obergrenze. Ihre Kosten haben keine. Wenn Gehälter, Material und Miete stärker steigen als 3,42 Prozent, geht die Schere auf.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das heißt nicht, dass Kassenpatienten sich nicht mehr lohnen. Es heißt aber, dass private Leistungen wichtiger werden: Leistungen nach GOZ, Mehrkosten bei Füllungen und Zahnersatz, Zusatzleistungen in der KFO. Und ob ein Patient sich dafür entscheidet, hängt fast immer am Gespräch davor.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Beim Zahnersatz kommt noch etwas dazu. Wenn Patienten mehr selbst zahlen, haben sie mehr Fragen. Was kostet mich das? Was zahlt meine Zusatzversicherung? Gibt es eine günstigere Lösung? Wie gut Ihr Team darauf antworten kann, merken Patienten künftig noch deutlicher.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Und dann liegt ein Gedanke nahe, der gefährlich ist: beim größten Kostenblock sparen, also beim Personal. Das wäre gerade jetzt der falsche Weg. Wer heute eine gute ZFA verliert, findet so schnell keine neue. Die anderen müssen die Arbeit mittragen und werden selbst unzufriedener. Dabei hängt genau das, was durch das Gesetz wichtiger wird, an erfahrenen Leuten: gute Beratung und eine sichere Abrechnung.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was Sie jetzt tun können\u003C\u002Fh2>\n\u003Ch3>Bis Jahresende: Zahnersatz-Patienten Bescheid geben\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Patienten, bei denen Zahnersatz ansteht, sollten von der Änderung wissen. Ein kurzer Satz beim nächsten Termin oder im Anschreiben zum Heil- und Kostenplan reicht: Ab 2027 zahlt die Kasse weniger, entscheidend ist das Datum der Genehmigung. Und die Genehmigung dauert ein bisschen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Bleiben Sie dabei rein informativ. Wann eine Versorgung sinnvoll ist, entscheidet der Befund und nicht der Kalender. Alles, was nach Zeitdruck oder Angebot klingt, lassen Sie besser weg. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie es formulieren sollen, fragen Sie kurz bei Ihrer Kammer nach. Auch hier gelten Berufsrecht und Heilmittelwerbegesetz.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Ab 2027: Eigenanteile gut erklären\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Wer erklärt bei Ihnen den Heil- und Kostenplan? Gibt es eine einfache Übersicht, die auf einen Blick zeigt, was die Kasse zahlt, was der Patient zahlt und welche Alternativen es gibt? Weiß das Team, was es sagt, wenn nach der Zusatzversicherung gefragt wird? Wenn Sie diese drei Fragen gut beantworten können, sind Sie schon weit.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das Gleiche gilt für Ihre Website. Viele Praxis-Websites zählen Leistungen nur auf. Eine gute Seite zu Implantaten, hochwertigen Füllungen oder Alignern beantwortet dagegen die Fragen, die sonst erst an der Rezeption kommen: Was ist anders als bei der Kassenleistung? Für wen lohnt sich das? Wie läuft die Beratung ab? Wie eine Website Besucher bis zum Termin begleitet, zeigen wir in \u003Ca href=\"\u002Fblog\u002Fbenutzerfuehrung-cta-kfo-website\">unserem Artikel zur Benutzerführung\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>KFO: dranbleiben\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Wenn Sie kieferorthopädisch behandeln, aber kein Fachzahnarzt für KFO sind, klären Sie am besten jetzt Ihre Ausgangslage. Haben Sie vor dem 29. Juli 2026 einen M.Sc. Kieferorthopädie abgeschlossen oder das Studium aufgenommen? Dann sollte der Nachweis bei der KZV liegen. Wenn nicht, lohnt es sich, die Festlegung von KZBV und GKV-Spitzenverband im Blick zu behalten. Ihre KZV meldet sich, sobald die Kriterien feststehen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für alle KFO-Praxen gilt: Mit den Leistungskomplexen wird sich die Abrechnung stark verändern. Wenn eine Gesamtpunktzahl unabhängig von der Behandlungsdauer gilt, werden gute Planung und saubere Dokumentation noch wichtiger. Warum gerade die KFO-Abrechnung so viel Erfahrung braucht, steht in \u003Ca href=\"\u002Fblog\u002Fkfo-abrechnung-sicherheit-im-praxisalltag\">unserem Artikel zur Abrechnung im Praxisalltag\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Personal: das Team halten statt daran sparen\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Warum ist es so schwer, gute Leute zu finden? Meistens liegt es nicht an einer Sache, sondern an der Summe. Ein Gehalt, das viele für die Verantwortung zu niedrig finden. Arbeitszeiten, die fest an die Sprechstunde gebunden sind. Urlaub nur, wenn die Praxis zu hat. Kaum Homeoffice. Und wenig Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Wer nebenbei eine Familie organisiert, findet anderswo oft mehr Spielraum.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>An einigen dieser Punkte können Sie selbst drehen, oft ohne viel Geld:\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Planbare Arbeitszeiten.\u003C\u002Fstrong> Verlässliche Teilzeit, Dienstpläne mit Vorlauf und Überstunden, die man vorher kennt. So passt der Job ins Leben und nicht umgekehrt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Urlaub auch außerhalb der Schließzeiten.\u003C\u002Fstrong> Wenn das Team sich untereinander abstimmen darf, statt alle in denselben zwei Wochen frei zu nehmen, ist das für viele ein echtes Plus.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Homeoffice, wo es geht.\u003C\u002Fstrong> Am Behandlungsstuhl natürlich nicht. Aber Abrechnung, Recall, Heil- und Kostenpläne vorbereiten oder Termine organisieren geht mit der richtigen, datenschutzkonformen Technik auch mal von zu Hause.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Weiterentwicklung sichtbar machen.\u003C\u002Fstrong> Eine Aufstiegsfortbildung zur ZMP, DH oder ZMV gibt der Erfahrung einen Namen und einen guten Grund für das nächste Gehaltsgespräch. Besonders die Abrechnung bietet sich an: Mit dem neuen Gesetz wird dieses Wissen eher noch wertvoller.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Teilzeit statt Minijob.\u003C\u002Fstrong> Minijobs werden ab 2027 teurer. Eine normale Teilzeitstelle ist davon nicht betroffen und bringt der Mitarbeiterin eine eigene Kranken- und Arbeitslosenversicherung, die ein Minijob nicht hat. Der Vergleich kann sich für beide Seiten lohnen.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Die Personalkosten für 2027 mit Ihrem Steuerberater oder Lohnbüro durchzurechnen, ist trotzdem sinnvoll. Aber um gut zu planen, nicht um zu kürzen. Und damit Bewerberinnen sehen, was Ihre Praxis zu bieten hat, muss es auch sichtbar sein. Wie das mit Website, Social Media und Ihrem Auftritt zusammenhängt, steht in \u003Ca href=\"\u002Fblog\u002Fmarketing-mitarbeitergewinnung-kfo-praxis\">unserem Artikel zur doppelten Wirkung Ihres Marketings\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Und KI? Gern als Hilfe, nicht als Ersatz\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Wenn Personal fehlt und das Geld knapper wird, kommt schnell die nächste Idee: Lücken mit KI füllen. Ein Telefonassistent statt der Kollegin am Empfang, Social-Media-Beiträge aus dem Generator. An manchen Stellen kann das entlasten. Als Ersatz für Menschen geht die Rechnung aber selten auf.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Fairerweise: Moderne KI-Telefonassistenten sind viel besser als die alten Sprachmenüs, die man von Telefon- und Internetanbietern kennt. Niemand vermisst „Drücken Sie die Eins“ oder die dritte Frage nach der Kundennummer. Am Wunsch dahinter hat das aber nichts geändert. Menschen wollen mit einem Menschen sprechen, der ihr Problem versteht und löst. In Gesprächen und Kommentaren hören wir immer wieder dasselbe Unbehagen, ob bei KI am Telefon, im Bewerbungsgespräch oder in der Werbung.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Auch Umfragen deuten in diese Richtung. In einer US-Umfrage des Kundenservice-Anbieters Talkdesk wollten 81 Prozent medizinischen Rat lieber von einem Menschen. 74 Prozent besprechen ihre Gesundheitsdaten lieber mit einer Person. Bei einfachen Dingen wie einer Adressänderung waren deutlich mehr Leute offen für eine Maschine. Die Grenze liegt also da, wo es persönlich wird. Und in einer Zahnarztpraxis wird es schnell persönlich: bei Schmerzen, bei Angst vor der Behandlung, bei der Frage, was der Zahnersatz jetzt eigentlich kostet.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Bei Werbung und Social Media ist es ähnlich. Wenn man einem Beitrag anmerkt, dass kein Mensch dahintersteckt, verliert er eher Vertrauen, als dass er welches gewinnt. Was die Forschung dazu sagt, haben wir in \u003Ca href=\"\u002Fblog\u002Fki-content-vertrauensverlust-praxis\">unserem Artikel über KI-Content\u003C\u002Fa> zusammengefasst.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein freundliches Gesicht am Empfang und eine ruhige, einfühlsame Stimme bei der Behandlung kann keine Software ersetzen. Daran erinnern sich Patienten. Deshalb kommen sie wieder. KI darf dem Team gern Arbeit abnehmen, etwa bei Terminerinnerungen oder einfachen Fragen. Damit mehr Zeit für genau diese Momente bleibt.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Fazit\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist kein Grund zur Panik. Aber es ist ein guter Anlass, mal in Ruhe auf die eigene Praxis zu schauen. Das Kassenhonorar wird knapper. Zahnersatz wird für Patienten teurer, für Ihre Praxis bleibt das Honorar gleich. Und in der Kieferorthopädie stehen die wichtigsten Details noch aus.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was Sie selbst in der Hand haben: wie gut Ihre Praxis erklärt, was sie tut. Am Behandlungsstuhl, an der Rezeption und online. Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihr Auftritt dafür aufgestellt ist, gibt Ihnen unser kostenloser \u003Ca href=\"\u002Fquickcheck\">Quickcheck\u003C\u002Fa> in ein paar Minuten eine erste Einschätzung.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cem>Dieser Artikel ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Abrechnungsberatung. Was das für Ihre Praxis im Detail bedeutet, klären Sie am besten mit Ihrer KZV, Ihrer Kammer und Ihrem Steuerberater.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Quellen\u003C\u002Fh2>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.recht.bund.de\u002Fbgbl\u002F1\u002F2026\u002F228\u002FVO.html\">Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) vom 24. Juli 2026\u003C\u002Fa>, Bundesgesetzblatt Teil I 2026 Nr. 228\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fdserver.bundestag.de\u002Fbtd\u002F21\u002F061\u002F2106130.pdf\">Gesetzentwurf der Bundesregierung\u003C\u002Fa>, Bundestags-Drucksache 21\u002F6130\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fdserver.bundestag.de\u002Fbtd\u002F21\u002F070\u002F2107016.pdf\">Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit\u003C\u002Fa>, Bundestags-Drucksache 21\u002F7016\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.bundesgesundheitsministerium.de\u002Ffileadmin\u002FDateien\u002F3_Downloads\u002FStatistiken\u002FGKV\u002FKennzahlen_Daten\u002F260904_Bekanntmachung_Internet_2026.pdf\">Bekanntmachung der durchschnittlichen Veränderungsrate für 2027\u003C\u002Fa>, Bundesministerium für Gesundheit, 4. September 2026\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.bundesgesundheitsministerium.de\u002Fministerium\u002Fmeldungen\u002Fbundestag-beschliesst-gkv-beitragssatzstabilisierunggesetz-pm-10-07-2026\">Bundestag beschließt GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz\u003C\u002Fa>, Bundesministerium für Gesundheit, 10. Juli 2026\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.kzv-berlin.de\u002Ffuer-praxen\u002Fgesundheitsreform-2026\">Gesundheitsreform 2026\u003C\u002Fa>, KZV Berlin\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fmagazin.minijob-zentrale.de\u002Faktuelle-minijob-vorhaben\u002F\">Aktuelle Minijob-Vorhaben\u003C\u002Fa>, Minijob-Zentrale\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.talkdesk.com\u002Fnews-and-press\u002Fpress-releases\u002Fhealthcare-consumer-survey-ai\u002F\">Healthcare consumer survey: AI and human support\u003C\u002Fa>, Talkdesk, Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in den USA, August 2024\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.kzvbw.de\u002Faktuelles\u002F2025\u002Ffachkraeftemangel-zfa-auf-platz-eins-der-engpassberufe\u002F\">Fachkräftemangel: ZFA auf Platz eins der Engpassberufe\u003C\u002Fa>, KZV Baden-Württemberg, zur Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.aerzteblatt.de\u002Fnews\u002Fbundesrat-laesst-gkv-beitragsstabilisierungsgesetz-passieren-9999ba6d-930c-46a0-b239-34417cf620ec\">Bundesrat lässt GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz passieren\u003C\u002Fa>, Deutsches Ärzteblatt\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n",[15,22,28],{"slug":16,"title":17,"description":18,"date":19,"tags":20},"praxisuebernahme-kfo-was-bleibt-was-geht","Praxisübernahme in der KFO: Was vom Alten bleiben darf und was weg muss","Wer eine Praxis übernimmt, übernimmt Vertrauen, das ein anderer aufgebaut hat. 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